Ein Haus verkaufen -Privatverkauf oder Makler?


Sie haben geerbt, eine Scheidung steht an oder sie müssen beruflich in einem anderen Teil Deutschlands ziehen: in solchen Situationen entscheiden sich viele Menschen dafür, ein Eigenheim zu verkaufen. Für die meisten ist es dabei das erste Mal im Leben und da stellt sich natürlich die Frage, ob man das Haus selbst an den Mann bringt oder einen Makler mit dem Hausverkauf betrauen will.

In diesem Artikel werden wir Ihnen eine Reihe an Informationen zur Verfügung stellen, die Ihnen helfen werden, sich für die richtige Verkaufsvariante zu entscheiden.

Welche Bedingungen sollten Sie erfüllen, um eine Haus privat verkaufen zu können?


Wenn Sie tatsächlich der Meinung sind, dass Sie ein Haus ohne die Hilfe eines Maklers an den Mann oder die Frau bringen können, dann sollten Sie alle nachfolgenden Punkte mit Ja beantworten können:

  1. Sie wissen genau, was ihr Haus wert ist. Idealerweise haben Sie bereits eine Hausbewertung in Auftrag gegeben.
  2. Sie kennen genau das rechtliche Risiko, dass Sie mit einem Privatverkauf ihrer Immobilie eingehen. Dies betrifft nicht nur den Kaufvertrag, sondern auch die Haftung für versteckte Mängel, Falschaussagen, usw.
  3. Sie verfügen über ausreichend freie Zeit, um die komplette Abwicklung des Hausverkaufs alleine durchführen zu können.
  4. Sie besitzen das nötige Geld, um die gesamten Kosten für die Vermarktung tragen zu können. Nicht nur Zeitungsanzeigen, sondern auch einige Immobilienportale sind kostenpflichtig. Verkaufsschilder am Haus müssen ebenso erstellt werden, wie hochwertige Flyer und ein aussagekräftiges und vor allem ansprechendes Exposé.

Wenn Sie nun noch in der Lage sind, jederzeit (also auch während der Arbeit) mit Interessenten am Telefon über die Immobilie zu sprechen, Besichtigungstermine zu organisieren und wahrzunehmen, dann könnten Sie tatsächlich ihr Haus im Alleingang verkaufen.

Vermutlich erwarten Sie im Übrigen, dass Sie Ihr Haus nicht nur zügig verkaufen, sondern auch einen guten Preis erzielen werden. Das bedeutet für Sie, dass Sie kompetent und selbstbewusst auftreten müssen, gut verhandeln können und jederzeit auf alle Fragen eine passende Antwort wissen.

Nicht jedem liegt es, überzeugend zu wirken und eventuelle Bedenken beim potentiellen Käufer ausräumen zu können.


Möglicherweise sind Sie bereits an dieser Stelle unschlüssig, ob Sie den Hausverkauf in Eigenregie durchführen möchten. Aus diesem Grund möchten wir Ihnen kurz vorstellen, welche Leistungen ein guter Immobilienmakler für sie übernehmen kann:

  1. Der Makler wird bereits im Vorfeld mit Ihnen die Immobilie bewerten, einen optimalen Angebotspreis festlegen. Der Makler weiß genau, in welcher Höhe man zunächst das Angebot erhöht, um Verhandlungsspielraum zu haben und letztlich doch den gewünschten Preis erzielen zu können. Üblich sind hier 5-10 %.
  2. In Absprache mit Ihnen als Verkäufer wird der Makler dann die optimale Strategie zum Verkauf festlegen. Bei einem vermeintlich stark nachgefragten Objekt in guter Wohnlage kann es sein, dass das Bieterverfahren einträglicher sein wird. Der Makler wird mit Ihnen auch die verschiedenen Verkaufskanäle (Immobilienportale, Printmedien, Verkaufsschild und Verkaufsgalgen am Haus, etc.) besprechen.
  3. Der Makler kümmert sich darüber hinaus um alle notwendigen Unterlagen, beschafft diese und arbeitet sie gegebenenfalls sogar auf. Hierzu gehören unter anderem die Flurkarte, ein Grundbuchauszug, Grundrisse und der Energieausweis. Handelt es sich um Gemeinschaftseigentum, wie es bei Eigentumswohnungen der Fall ist, wird er sich auch um Eigentümerversammlungsprotokolle und Instandhaltungsrücklagen, etc. kümmern.
  4. Die Erstellung eines ansprechenden und hochwertigen Exposés inklusive erstklassiger Fotos und Grundrissen gehört selbstverständlich zu den Aufgaben eines Immobilienmaklers dazu.
  5. Der Makler wird für Sie mit allen anfallenden Kosten in Vorleistung gehen. Das fängt beim Exposé an und hört bei Kosten für Zeitungsanzeigen nicht auf. Bei entsprechender Vertragsgestaltung wird er eine Vergütung dennoch nur im Erfolgsfall bekommen. Entsprechend wird er alles daran setzen, das Haus zu verkaufen. Eine Beratung, wie sie ihr Haus günstig und mit wenig Aufwand ins rechte Licht rücken, gehört in der Regel für den Makler dazu.
  6. Sobald sich Interessenten gefunden haben, wird der Makler Besichtigungen im Haus organisieren, Kaufinteressenten optimal beraten und natürlich auch in Verhandlungen gehen. Ein guter Makler ist sich im Übrigen nicht dafür zu schade, möglichen Kaufinteressenten hinterher zu telefonieren.
  7. Wurde ein potentieller Käufer gefunden, so bereitet der Immobilienexperte natürlich auch den eigentlichen Kaufvertrag vor, kümmert sich um Notartermine, klärt offene Fragen und wickelt letztlich bis zur Übergabe des Hauses alles für Sie ab.
  8. Bei all dem ist der Makler übrigens gut versichert. Sie brauchen sich keine Sorgen machen, dass Sie für Fehler beim Verkauf, wie zum Beispiel einem Zahlendreher, haften.

Falls Sie an dieser Stelle immer noch überlegen, auf einen Immobilienmakler zu verzichten, dann haben wir an dieser Stelle noch zwei wichtige Punkte für Sie.


  1. Die Wertermittlung ihrer Immobilie gehört in die Hände eines Experten. Dies kann ein Gutachter sein (Vorsicht, teuer!), aber auch ein Immobilienmakler. Für einen korrekten Verkaufspreis, der keine Interessenten abschreckt, aber trotzdem den bestmöglichen Preis für Sie darstellt, erfordert es vor allem Kenntnisse über die Lage des Hauses, die Entwicklung der Grundstückspreise und entsprechender Vergleichswerte. Zudem fließt das Objekt selbst in die Bewertung mit ein. Wohnfläche, Alter, Bauart, Dämmung, Energiekennwert und eventueller Sanierungstau oder andere Besonderheiten sind preissteigernd oder Preis mindernd zu berücksichtigen.
  2. Ihre Immobilie muss für einen guten Preis im besten Licht dastehen. Prüfen Sie, ob mit geringfügigen Investitionen (Gärtner oder ein neuer Anstrich) große Veränderungen zu schaffen sind. Dazu zählt auch, dass ein bewohntes Haus aufgeräumt ist und einen ordentlichen Eindruck macht. Ein erster schlechter Eindruck lässt sich selten aus der Welt schaffen.
    Zur Präsentation gehört vor allem auch das Exposé. Vor allem wenn dieses hochwertig daherkommt und individuelle Texte mit erstklassigen Fotos vorhanden sind, werden sich deutlich mehr Interessenten für eine Besichtigung und weitere Informationen melden, als dies bei einem Exposé mit schlechten Fotos und mageren Texten der Fall ist.
  3. Ein besonders wichtiger Punkt ist vor allem Offenheit dem Käufer gegenüber. Verschweigen Sie keine Mängel, dies kann schwere rechtliche und vor allem teure Folgen für sie haben. Der Ist-Zustand des Hauses sollte nach Möglichkeit mit Unterlagen (zum Beispiel über Instandhaltungen) belegt werden können.

Maklerkosten - ist es wirklich so viel teurer?


Der häufigste Grund, sein Haus privat, also ohne den Einsatz eines Immobilienmaklers zu verkaufen, sind die vermeintlich hohen Kosten. Natürlich haben Sie auf den ersten Blick Recht, denn die Maklerprovision kann bei einem teuren Haus tatsächlich beträchtlich sein.

Bedenken Sie allerdings, dass in den seltensten Fällen die gesamten Kosten auf den Verkäufer übergehen. Dies wäre faktisch nur der Fall, wenn es sich um eine schlecht veräußerliche Immobilie handelt und man dies vorher vertraglich vereinbart. Ansonsten ist die Maklerprovision von Bundesland zu Bundesland verschieden. Im schlechtesten Fall zahlt der Hausverkäufer 50 %, im besten Fall zahlt der Käufer alles. Unter diesem Punkt relativiert sich der Kostenfaktor bereits erheblich.

Manchmal stimmt der Makler auch einer Reduzierung seiner Courtage zu. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn das Haus sich besonders leicht verkaufen lässt, weil es sich um eine besonders bevorzugte Gegend handelt oder, wenn sich bereits längere Zeit kein Käufer gefunden hat und ein potentieller Interessent nur kaufen will, wenn es einen Preisnachlass gibt.

Gehen Sie weiterhin davon aus, dass Sie bei einer Eigenvermarktung ebenfalls nicht zu unterschätzende Kosten haben. Ohne Auftrag bekommen Sie vielleicht keine kostenlose Hausbewertung. Exposé und entsprechende Anzeigen Kosten ebenso Geld, wie Verkaufsschilder oder Verkaufsgalgen am Haus.

Letztendlich sollten Sie einen Punkt niemals vergessen: ein guter Makler kann sehr oft das Haus zu einem besseren Preis verkaufen, als sie es jemals könnten. Im besten Fall erzielen Sie also unterm Strich, selbst nach Abzug der Maklerkosten, einen höheren Verkaufspreis, als ohne Makler.


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