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Lieber mieten oder kaufen? Was ist 2023 sinnvoller?

Mieten oder Kaufen
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Christoph Doering

Immobilienmakler

Letztes Update: 21. Dezember 2023

Lesedauer: 4 Minuten

Trotz wachsender Kosten ist der Traum vom Eigenheim bei vielen Menschen unvermindert vorhanden. Ob Single, langfristig liiert oder frisch verliebt: Ein eigenes Zuhause steht auf dem Wunschzettel zahlreicher Personengruppen ganz oben. In der Praxis stehen der Errichtung beziehungsweise dem Kauf einer Immobilie jedoch steigende Zinsen und oftmals nur geringfügig zurückgehende Preise im Weg. Selbst Personen, die über einen hohen Eigenkapitalstock verfügen, zögern und ziehen als Alternative ein klassisches Mietverhältnis in Erwägung. Doch auch hier ist mit einem relativ ausgeprägten Kostenapparat zu rechnen. Was also tun: Kaufen oder mieten? Der folgende Text versucht, die Entscheidungsfindung zu erleichtern.

Keine allgemeingültigen Antworten

Die Frage nach der besseren Wohnform lässt sich nicht per se mit Ja oder Nein beantworten. Ob gemietet oder gekauft werden soll, hängt im Wesentlichen von individuellen Belangen ab. Hinzu kommen die Gesamtsituation des Immobilienmarktes, die Lage der Immobilie und ihr Zustand. Zu beachten sind zudem die finanziellen Verhältnisse des potenziellen Häuslebauers. So sollte eine Eigenkapitalquote von 20 Prozent nicht unterschritten werden. Nach oben gibt es hingegen keine Grenzen. Hier gilt die Formel: Je mehr, je besser.

Was eine Immobilie mit sich bringt

Der Erwerb eine Immobilie bringt viele Vorteile mit sich. Etwa das Entstehen eines persönlichen Entfaltungsraumes, in dem nahezu alles möglich ist. So darf der Eigentümer sein Haus jederzeit umgestalten, renovieren und neu ordnen. Auch das Halten von Haustieren stellt nicht länger ein Problem dar. Zudem ist der Hausbesitzer von Mieterhöhungen ausgeschlossen. Demgegenüber stehen Neben- und Instandhaltungskosten. Unter Umständen fallen Aufwendungen für Modernisierungsarbeiten an. Unvorhergesehene Kosten wie die Verlegung neuer Stromkabel oder auftretende Wasserschäden, heftet sich der Immobilienbesitzer ebenfalls ans Revers. Darüber hinaus ist ein Ortswechsel mit einem Eigenheim im Rücken deutlich schwerer zu meistern. Voraussetzung ist ein Verkauf oder eine Vermietung der Liegenschaft.

Was ein Mietobjekt mit sich bringt

Genau wie der Besitz einer Immobilie bietet auch ein bestehendes Mietverhältnis Vor- und Nachteile. Beispielsweise ist der Mobilitätsgrad bei einer Anmietung deutlich höher als bei Eigentum. In der Regel kann der Mieter beziehungsweise die Mieterin das Wohnverhältnis binnen drei Monaten kündigen. Dies stellt bei einem Jobwechsel, schwierigen Nachbarn oder häufiger Lärmentwicklung eine ernorme Erleichertung dar. Hinzu gesellen sich geringere Nebenkosten, geringere Risiken und eine geringere Verantwortungslast. Andererseits kann das Halten von Haustieren bei Nichtakzeptanz des Vermieters oder anderer Mietparteien zum Problem werden. Auch eine prägnante Umgestaltung der Mietwohnung ist ohne das Einverständnis des Vermieters nicht möglich.

Vor- und Nachteile eines Hauses

Konkret sind als Vorteile bei einem Immobilienkauf zu nennen:

  • Unabhängigkeit von der Mietpreisentwicklung
  • Freiheit in der Gestaltung
  • (eventuelle) Wertsteigerung und Altersvorsorge

Nachteile bei einem Immobilienkauf sind:

  • hohe Kosten für Instandsetzung und Pflege
  • Ortsgebundenheit
  • hohe Verantwortung

Vor- und Nachteile einer Mietwohnung

Konkret bietet ein Mietverhältnis folgende Vorteile:

  • wenig Verantwortung
  • geringe Instandhaltungskosten
  • hohe Flexibilität
  • geringe Nebenkosten

Nachteile bei einer Anmietung sind:

  • wenig Gestaltungsfreiheit
  • Abhängigkeit vom Vermieter
  • stetig steigende Mieten

Wege zur Kapitalerhöhung

Wer zur richtigen Zeit in das richtige Objekt investiert, kann auf lange Sicht einen erheblichen Vermögensanteil erwirtschaften. Dieser sichert den Lebensabend ab und lässt entspannter in die Zukunft blicken. Das muss einen Mieter nicht verunsichern, denn er oder sie kann das vorhandene Geld anderweitig anlegen. Statt das Kapital in eine Vorfinanzierung einzubringen oder hohe Instandshaltungskosten einzukalkulieren, käme ersatzweise ein Aktienportfolio in Frage. Auch damit lässt sich mittel- oder langfristig ein stattliches Vermögen erzielen.

Fazit

Für den Sachverhalt existiert zwar keine unumstößliche Formel, doch eine Faustregel gibt es allemal. Sie lautet: Ein Immobilienkauf lohnt sich nur dann, wenn der Preis des Hauses nicht die zwanzigfache Nettojahreskaltmiete eines ähnlich gelagerten Objekts überschreitet.

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