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Altersabsicherung durch Immobilienverrentung

Immobilienverrentung
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Christoph Doering

Immobilienmakler

Letztes Update: 22. Dezember 2023

Lesedauer: 6 Minuten

Vielen Rentnern ist es wichtig, auch im Alter in ihrem gewohnten häuslichen Umfeld zu bleiben. Ein eigenes Heim ist für viele ein entscheidender Faktor beim Thema Eigenständigkeit, die sich viele bis ins hohe Alter und so lange wie möglich erhalten wollen. Finanzielle Schwierigkeiten im Rentenalter verkomplizieren dies allerdings in vielen Fällen. Oftmals kommt es vor, dass Rentner ihre Immobilien verkaufen müssen, um eine zu geringe Rente auszugleichen. Was viele jedoch nicht wissen: Eine Immobilienverrentung bietet drei verschiedene Wege, um seine Rente durch die Immobilie zu verbessern und dennoch im eigenen Heim wohnen bleiben zu können.

Abhängig von dem gewählten Verrentungsmodell erhält der Eigentümer entweder einmalig eine höhere Summe oder Rentenzahlungen lebenslang. Es wird zwischen Nießbrauchrecht, Umkehrhypothek und Leibrente unterschieden. Das Nießbrauchrecht beinhaltet, dass der Besitzer seine Immobilie verkauft oder innerhalb der Familie verschenkt, jedoch weiterhin dort wohnen bleiben darf – je nach Vereinbarung über einen bestimmten Zeitraum oder lebenslang.

Zudem kann der Nießbraucher die Immobilie auch wirtschaftlich nutzen, beispielsweise durch die Erzielung von Mieteinkünften. An dieser Form der Immobilienverrentung ist besonders praktisch, dass der Wert der Immobilie dadurch gesenkt wird. Dies bedeutet einen Vorteil für die Erben, da sie durch die Schenkungs- und Freibetragssteuer einiges an Kosten sparen können.

Eine Alternative der Immobilienverrentung stellt die Leibrente dar. Der ehemalige Eigentümer erhält nach dem Verkauf seiner Immobilie monatlich vereinbarte Zahlungen bis an sein Lebensende. Zudem kann er dort wohnen bleiben, was auch im Grundbuch vermerkt wird. Da der Bewohner in diesem Fall nicht mehr als Eigentümer gilt, muss er auch nicht für Instandhaltungs- und Renovierungskosten aufkommen. Die letzte Möglichkeit besteht in der sogenannten Umkehrhypothek. Bei dieser Art der Verrentung wird die Immobilie an die Bank verliehen und der ehemalige Besitzer bekommt dafür finanzielle Leistungen.

Dabei wird vertraglich geregelt, ob der Rentenbezieher eine einmalige Zahlung, lebenslange Beträge oder über einen bestimmten Zeitraum Zahlungen erhält. Des Weiteren kann er die Immobilie weiterhin bewohnen. Für den Kredit fallen keine Zinsen an. Ob sich eine Immobilienverrentung lohnt, lässt sich jedoch nicht immer pauschal sagen. Viele Faktoren, beispielsweise die Art und der Zustand der Immobilie sowie die Vorstellungen und Lebenserwartung des Eigentümers, spielen dabei eine Rolle.

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