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Bauzinsen knacken die 4 Prozent Marke: Höchster Stand seit Jahren

Bauzinsen 4 Prozent
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Christoph Doering

Immobilienmakler

Letztes Update: 22. Dezember 2023

Lesedauer: 9 Minuten

Zurzeit sind die Zinsen für die Baufinanzierung auf vier Prozent angestiegen und sind damit auf dem höchsten Stand seit dem Jahr 2011. Damit ist es bereits zu einer Vervierfachung im Vergleich zum Beginn dieses Jahres gekommen. Die Situation um Finanzierungskonditionen für Immobilien verschlechtert sich also immer mehr, zumal die extremen Anstiege innerhalb kürzester Zeit entstehen. Alleine innerhalb der letzten vier Wochen stiegen die Zinsen um mehr als 0,6 Prozentpunkte an. Was ist für die nächsten Wochen zu erwarten?

Ansteigende Kredite sorgen für sinkende Nachfrage nach Immobilienkrediten

Vor einem Jahr lagen die Bauzinsen bei knapp einem Prozent. Doch mittlerweile knacken die Bauzinsen bereits die 4-Prozent-Marke. Es wird sogar davon ausgegangen, dass die Zinsen nicht zeitnah wieder sinken werden, immerhin sind sie auch ein Resultat, entstanden aus der harten Geldpolitik der EZB, den hohen Renditen für deutsche Staatsanleihen und der steigenden Inflation. Stattdessen wird sogar ein weiterer Anstieg der Zinsen erwartet, wenn auch ein moderater.

Durch die steigenden Bauzinsen ist ebenfalls die Nachfrage nach Immobilienkrediten zurückgegangen. Mitte des Jahres war sie noch recht hoch, doch da der Zinsanstieg der vergangenen Wochen von 3,5 auf vier Prozent für Käufer bereits eine monatliche Mehrbelastung von deutlich über 100 Euro bedeuten kann, ist die Nachfrage deutlich gesunken. Das ist kein Wunder, da die preislichen Vorstellungen von Käufern und Verkäufern in den letzten Wochen immer weiter auseinanderklafften. Dadurch dauert es zurzeit wesentlich länger, bis Verkäufer neue Eigentümer für Ihre Immobilien finden. Immer mehr Käufer ziehen sich sogar gänzlich zurück und lassen Ihre Pläne, eine Immobilie zu erwerben oder zu bauen, wieder fallen. Banken und Sparkassen berichten ebenfalls über die sinkende Nachfrage nach Immobilienkrediten. Zu all dem führen die sprunghaften Zinsanstiege, die Inflation und die Hoffnung, dass die Immobilienpreise vielleicht bald wieder sinken.

Sinken die Immobilienpreise?

Die steigenden Bauzinsen haben in ein paar Städten schon zu einer leichten Verringerung der Preise geführt. Das ist beispielsweise in Leipzig der Fall, wo die Preise für Immobilien im zweiten Quartal im Vergleich zum restlichen Jahr um 7,2 Prozent zurückgegangen seien. Auch in Berlin können wir einen Rückgang von einem Prozent beobachten.

Generell fielen die Preise im zweiten Jahresviertel allerdings nur in geringen Ausmaßen und insgesamt steigen die Preise seit Jahren deutlich an. Zurzeit müssen sich besonders diejenigen Gedanken machen, die planen, eine Immobilie zu bauen, zu kaufen oder instand zu setzen, da sich die Lage in den meisten Gebieten in den nächsten Wochen wohl kaum schnell wieder beruhigen wird.

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