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Bieterverfahren: Fair oder unseriös?

Bieterverfahren
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Christoph Doering

Immobilienmakler

Letztes Update: 22. Dezember 2023

Lesedauer: 4 Minuten

Bei Immobilienverkäufen kommt es aktuell immer häufiger zu dem Einsatz des sogenannten Bieterverfahrens. In diesem Artikel erklären wir, was man darunter versteht und welche Arten des Verfahrens es gibt.

Das Prinzip basiert darauf, dass Angebot und Nachfrage den Preis einer Immobilie bestimmen. Dadurch wird bei einer Immobilie mit geringer Nachfrage oftmals ein niedriger Preis bezahlt als aufgerufen wurde. Bei einer sehr gefragten Immobilie kommt es hingegen vor, dass mehrere Angebote von Käufern vorliegen, sodass das höchste Gebot entscheidet und der Kaufpreis größer ist als zuvor ausgeschrieben. Von daher ist das Bieterverfahren nicht problematisch, solange es transparent und seriös verläuft. Nichtsdestotrotz hängt dem Bieterverfahren oft ein schlechter Ruf nach, da manche Makler darauf bauen, dass das Höchstgebot des Bieters von dem nächsten überboten wird, sodass es zu einem regelrechten Immobilienbasar kommt.

Wichtig ist deshalb, seiner Rolle als Vermittler gerecht zu werden und im Vorfeld den Ablauf und eindeutige transparente Regeln des Verfahrens aufzustellen. Ob es zu einem Bieterverfahren kommt, entscheidet der Eigentümer. Im letzten Jahr ist das Bieterverfahren bei 25 Prozent der Immobilienverkäufe zum Einsatz gekommen, während manche Eigentümer sich direkt für einen Käufer entschieden. Es gibt zwei Arten von Bieterverfahren. Das offene Bieterverfahren ist gewissermaßen eine Versteigerung. Jeder Bieter kann die Gebote der anderen einsehen, sodass sie überboten werden können. Bei dem geschlossenen Bieterverfahren wird von jedem potenziellen Käufer bis zu einem vereinbarten Termin sein Höchstgebot schriftlich eingereicht.

Dies erlaubt den Bietenden, in Ruhe eine Summe zu vereinbaren, welche auch mit der Familie und der Bank abgestimmt ist. Es wird vermehrt behauptet, das geschlossene Verfahren sei vorteilhafter als das offene, bei welchem aufgrund von Zeitdruck und Konkurrenzkampf nur weniger gut durchdachte und besprochene Entscheidungen getroffen werden können. Manche Immobilienmakler erstellen deshalb geschützte Bieterräume auf der eigenen Homepage. Die Teilnehmer erhalten einen individuellen Link und können dort ihre Gebote abgeben. Durch die gestiegene Anzahl an Bieterverfahren wurde der Ablauf nun in vielen Unternehmen digitalisiert. Das Verfahren stößt allgemein auf Akzeptanz, denn nur ein paar Kunden lehnen es grundsätzlich ab, an derartigen Prozessen teilzunehmen. Zudem seien Interessenten häufig verständlicher, wenn sie eine Absage erhalten haben, wenn das Verfahren auf faire und transparente Weise durchgeführt wird.

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