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Energiekrise und Zinswende: Sind wir am Ende des Immobilienbooms angelangt?

Energiepreise Zinswende Ende Immobilienboom
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Christoph Doering

Immobilienmakler

Letztes Update: 22. Dezember 2023

Lesedauer: 3 Minuten

Zurzeit sind viele Experten der Meinung, dass es zu einem Ende des Immobilienbooms kommen könnte, weil es momentan an allen Ecken und Enden an bezahlbaren Materialien, Ressourcen und laufenden Bauprojekten fehlt. Die Materialien am Bau werden knapper und somit auch kostspieliger. Baufirmen müssen ihre Preise erhöhen, die Zinsen steigen und Bauherren stellen ihre Projekte aus Kostengründen ein. Neuer Wohnraum wird zwar nach wie vor dringend benötigt, dennoch bleibt er teuer. Doch was bedeutet das für den Immobilienboom?

Auswirkungen von Energiekrise und Zinswende

Die steigenden Zinsen und die Inflation sorgen für eine Menge Unsicherheiten – auch auf dem Immobilienmarkt. Durch die vielen schwer vorherzusehenden Faktoren, die derzeit eine Rolle spielen, könnte auch der Wohnungs- und Häuserboom zu einem Ende finden. Darauf deutet beispielsweise eine Studie hin, die den Umsatz in Deutschland untersuchte, der in diesem Jahr mit Immobilien gemacht wurde. Die Experten sagen, dass dieser Betrag das erste Mal seit vielen Jahren wieder zurückgehen dürfte.

Der Umsatz, der mit Immobilien und Grundstücken dieses Jahr gemacht wird, ist bereits um sieben Prozent auf 313,5 Milliarden Euro gesunken. Auch die Anzahl der Käufe sind weniger geworden, da sich zurzeit viele Interessenten erst einmal von ihrem Traum vom Eigenheim verabschieden oder geplante Bauprojekte auf Eis legen. Die Zahl der Immobilienkäufe ist damit unter 900.000 gesunken.

Auch der Kauf von Immobilien wird für Selbstnutzer immer schwieriger, was an den sinkenden Käuferzahlen deutlich zu erkennen ist. Die Finanzierungskosten für Immobilien steigen dennoch weiter an und die hohe Inflation wirkt sich ebenfalls auf die Kaufkraft aus. Die Nachfrage nach Immobilien sinkt immer weiter.

Des Weiteren stocken Arbeiten im Neubau derzeit aufgrund von hohen Bau- und Kreditkosten. Erwartbar sei laut Experten eine Minderung des Preisanstiegs von Wohnimmobilien auf unter drei Prozent. Je nach Region und Lage bestimmter Immobilien seien auch Preisrückgänge denkbar. Das gesetzte Ziel der Regierung, 400.000 neue Wohnungen jährlich zu schaffen, erscheint zurzeit unmöglich zu sein, auch wenn sich die Regierung noch nicht geschlagen geben möchte. Der vermehrte Rückgang bei geplanten Bauprojekten sowie die Preisexplosion und der Material- und Personalmangel sorgen allerdings für große Probleme in der Immobilienbranche.

Was bringt die Zukunft?

Momentan muss sich die Baubranche also mit gewaltigen Herausforderungen auseinandersetzen. Aus diesem Grund fordert der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft (GdW) eine Gaspreisdeckelung, da die Energiekrise bezahlbaren Wohnraum gefährde.

Während das letzte Jahr einen Rekordwert bei Immobilien erreichte, muss sich die gesamte Baubranche in diesem Jahr zunächst an die neue Zinssituation und die vielen derzeitigen Einflussfaktoren anpassen. Auch im nächsten Jahr könnte der Immobilienboom zunächst weiterhin zurückgehen. Trotzdem gibt es in der Immobilienbranche noch Hoffnung, dass sich die Lage ein wenig entspannen wird, da die Nachfrage nach neuem Wohnraum noch immer sehr groß ist. Es bleibt abzuwarten, wie sich die wirtschaftliche Lage in Zukunft noch entwickelt und ob die Bautätigkeit im nächsten Jahr weiter zurückgehen wird.

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