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EZB Zinswende: Folgen für die Immobilienbranche

EZB Zinswende Immobilienmarkt
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Christoph Doering

Immobilienmakler

Letztes Update: 22. Dezember 2023

Lesedauer: 3 Minuten

Zurzeit fürchten sich viele Unternehmen davor, dass die Lage auf dem Immobilienmarkt kippt. Aufgrund der ansteigenden Baukosten, gestiegener Zinsen und schwacher Konjunktur deutet vieles darauf hin, dass sich der deutsche Immobilienmarkt in einer Abschwungphase befindet. Dadurch könnte ein neuer Immobilienzyklus entstehen. Aus diesem Grund sind zurzeit viele Unternehmer, die sich auf dem Immobilienmarkt bewegen, besorgt. Experten warnen jedoch vor einer unnötigen Panikmache, denn noch sehen sie keine Preisübertreibungen, sondern nur Abweichungen, die korrigiert werden müssen. Trotzdem ist die Stimmung am Immobilienmarkt zurzeit am Kippen.

Was können wir erwarten?

Diese Aussichten führen dazu, dass sich viele die Frage stellen, welche Auswirkungen das haben wird. Ein Aspekt macht darauf aufmerksam, dass die Mieten in Zukunft jährlich ansteigen müssten, wenn die Inflation dauerhaft bei vier Prozent liegen würden. Inwieweit diese Prognose übertrieben ist, wird sich noch zeigen. Manche sagen auch, dass die Zinsen schnell ansteigen müssen, um Vermieter und Mieter vor Renditeeinbußen oder steigenden Kosten zu schützen. Davor warnt der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen jedoch. Er betont, dass eine Leitzinserhöhung eine extreme Auswirkung auf den Wohnungsbau haben würde. Die Nachfrage bei Bauträgern ist schon jetzt um zehn bis zu 20 % eingebrochen, weil viele Interessenten sich aufgrund der schwierigen Lage wieder zurückziehen.

Sinkt das Interesse in Immobilien zu investieren?

Die Lage beim Wohnungsbau spitzt sich immer weiter zu. Durch Materialengpässe, Lieferkettenprobleme, Fachkräftemangel und den Preiserhöhungen wird der Zinsanstieg eine Einstellung einiger Bau- und Modernisierungsprojekte mit sich bringen. Schließlich kann kein klimaschonender und bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden, wenn die Kredite so teuer werden und weiterhin Planungsunsicherheit bei den Firmen herrscht.

Trotz dessen gehen viele Experten davon aus, dass das Interesse in Immobilien nicht drastisch sinken wird. Zwar wird sich die Dynamik der Preisentwicklung verlangsamen, aber sie gehen nicht davon aus, dass es zu einer extremen Preiskorrektur am deutschen Immobilienmarkt kommen wird. Zu diesem Zweck müsste das Angebot deutlich zunehmen oder die Nachfrage stark zurückgehen. Zurzeit ist nichts davon der Fall. Man geht davon aus, dass diese Zinsschritte der EZB mittelfristig greifen. Aufgrund der hohen Energiepreise und Zweitrundeneffekten wie dem Lohnwachstum wird davon ausgegangen, dass die Inflation noch bis 2023 über den Zielwerten der Zentralbanken liegt. Allerdings ist es kaum möglich, alle Entwicklungen mit einzukalkulieren. Eine höhere Inflation bringt höhere Mieten mit sich, während höhere Verwaltungskosten die Werte vermindern. Die Leitzinserhöhung wird dazu führen, dass die Nachfrage für Immobilien nicht zurückgehen wird. Tatsächlich wird viel mehr das Zeitfenster für die Interessenten kleiner, sodass viele versuchen werden, zu den jetzigen Konditionen eine Immobilie zu erwerben.

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