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Immobilienmarkt: Kaufpreise und mieten steigend

Kaufpreise und mieten steigen
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Christoph Doering

Immobilienmakler

Letztes Update: 21. Dezember 2023

Lesedauer: 3 Minuten

Der Immobilienmarkt boomt. Die Kaufpreise und Mieten steigen weiter an, und es gibt keine Anzeichen für eine baldige Entspannung. Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig.

Immer noch niedrige Leitzinsen bei hoher Nachfrage

Einer der Hauptgründe ist die nach wie vor niedrige Zinslage. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Leitzinsen auf ein historisch niedriges Niveau gesenkt. Das macht es für Immobilienkäufer günstiger, Kredite aufzunehmen. Dadurch steigt die Nachfrage nach Immobilien, was zu höheren Preisen führt.

Ein weiterer Grund für die Preissteigerungen ist die unverändert hohe Nachfrage nach Wohnraum. Die Bevölkerung in Deutschland wächst insgesamt wieder leicht, gleichzeitig steigen die Ansprüche an den eigenen Wohnraum mit Blick auf Lage und Größe. Besonders Ballungszentren verzeichnen immer mehr Single-Haushalte, was erhöhten Platzbedarf bedeutet.

Ungleichgewicht am Markt bei steigenden Baukosten

Demgegenüber entstehen nicht genügend neue Wohnungen. Das führt zu einem Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage, was die Preise weiter in die Höhe treibt. Dabei spielt auch die jetzt eingetretene Inflation eine große Rolle. Die Preise für Güter und Dienstleistungen ziehen immer mehr an, was die Kosten für Bau und Erhaltung der Immobilien steigen lässt. Dies wird zum Großteil letztlich an Käufer und Mieter weitergegeben und verknappt gleichzeitig dort, wo sich Neubau finanziell nicht mehr rechnet, weiter das Angebot.

Ausblick: Wohl keine Entspannung auf dem Immobilienmarkt

Die steigenden Preise machen es für viele Menschen immer schwieriger, eine Immobilie zu kaufen. Die Mieten steigen ebenfalls, und viele Mieter können sich die steigenden Kosten nicht mehr leisten. Das führt zu einer wachsenden Wohnungsnot, die sich auch auf die soziale Stabilität auswirken kann. Die Politik ist deshalb bemüht, dem Preisanstieg auf dem Immobilienmarkt entgegenzuwirken. Sie hat verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Bautätigkeit zu fördern und das Angebot an Wohnraum zu erhöhen. Allerdings sind diese Maßnahmen bisher nicht ausreichend gewesen, um die Preissteigerungen zu stoppen. Radikale Eingriffe in die freie Marktwirtschaft wie absolute Mietpreisbremsen oder die Einführung eines verstaatlichten Immobiliensektors sind in Deutschland zum Glück nicht durchsetzbar.

Ausschlaggebende Faktoren

Vor dem genannten Hintergrund erscheint es wahrscheinlicher, dass der allgemeine Preisanstieg auf dem Immobilienmarkt anhält. Die vielbeschworene Stagnation oder sogar ein Rückgang der Preise bis hin zum Schreckensszenario eines “Platzens der Immobilienblase” dürfte auch weiterhin ausbleiben. Entscheidend dafür können die folgenden Faktoren sein:

  • Die Wirtschaftslage: Steigende Kosten – besonders im Energiesektor – verteuern nach wie vor Immobilienpreise und Mieten.
  • Die Zinsentwicklung: Weiter Niedrige Zinsen machen es für Immobilienkäufer günstiger, Kredite aufzunehmen. Dies hält die Nachfrage nach Immobilien trotz steigender Preise auf einem hohen Niveau.
  • Die demografische Entwicklung: Die Gesamtbevölkerung in Deutschland wächst bei steigendem Wohnbedarf; demgegenüber entstehen nicht genügend neue Wohnungen. Dies führt auch in Zukunft zu einem Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage.
  • Die politische Entwicklung: In der Politik sind keine erfolgversprechende Konzepte durchsetzbar, den Immobilienmarkt kurzfristig zu beeinflussen.

Der Immobilienmarkt ist ein komplexes System, das von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst wird. Damit ist es schwierig, die zukünftige Entwicklung des Marktes vorherzusagen. Trotz überwiegender Wahrscheinlichkeit eines weiteren Anstiegs der Preise bleibt es allerdings für Sie wichtig, sich der Risiken und Chancen des bewusst zu sein, bevor Sie eine Investition in eine Immobilie tätigen.

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