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Sinkende Zinsen und Preise: Monatsbelastung beim Immobilienkauf nimmt ab

Monatliche Belastung nimmt ab
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Christoph Doering

Immobilienmakler

Letztes Update: 26. März 2024

Lesedauer: 4 Minuten

Für Immobilienkäufer gibt es endlich gute Nachrichten: Die monatliche Belastung für die Rückzahlung des Darlehens ist spürbar zurückgegangen. Die genaue Höhe hängt vom Wohnort ab, in einigen Städten sind es mehrere Hundert Euro. Käuferinnen und Käufer einer Eigentumswohnung in München können jeden Monat bis zu 346 Euro im Vergleich zu den Höchstpreisen während der Immobilienkrise sparen. Das geht aus einer Analyse von immowelt hervor, welche die Preise in den 15 größten deutschen Kommunen untersuchte. Konkret betrachteten die Studienautoren die veränderten Annuitätenraten für eine Bestandswohnung von 75 m² Größe.

Die Zahlen von immowelt im Detail

  • München: Die Annuität sank zwischen Oktober 2022 und März 2024 von damals 2.438 Euro auf jetzt 2.092 Euro. Ersparnis: 346 Euro.
  • Frankfurt: 257 Euro
  • Stuttgart: 246 Euro
  • Köln: 164 Euro
  • Hamburg: 154 Euro

Der durchschnittliche Zinssatz erreichte im März 2024 etwa 3,6 Prozent. Das gilt für 30 Prozent Eigenkapital, das auch die Kaufnebenkosten abdeckt, und eine 30-jährige Tilgung bei zehn Jahren Sollzinsbindung.

Bemerkenswerte Ersparnis in München

In der bayerischen Landeshauptstadt, dem Hotspot der deutschen Immobilienpreise, fällt die Ersparnis am deutlichsten aus. Der Angebotspreis für eine Wohnung mit 75 m² Fläche beträgt im März 2024 durchschnittlich 602.625 Euro. Bei den gegenwärtigen Zinsen und unter den genannten Bedingungen ergibt sich damit eine Annuität von monatlich 2.092 Euro. Zu Beginn des Vergleichszeitraumes (Oktober 2022) mussten die Käufer höhere Zinsen, aber auch einen höheren Kaufpreis bezahlen, der damals durchschnittlich 668.853 Euro betrug. Das führte dann zur genannten Monatsrate von 2.438 Euro. Die derzeitige Ersparnis bringt Immobilienbesitzern mit einem laufenden Kredit immerhin eine jährliche Ersparnis von 4.152 Euro ein.

Jetzt kaufen oder noch abwarten?

Zunächst einmal ist die gegenwärtige Lage sehr erfreulich und schafft für viele Menschen überhaupt erst wieder die Option, sich Wohneigentum anzuschaffen. In den vergangenen zwei Jahren erschien das vielfach unrealistisch. Es spricht auch vieles dafür, dass der Zeitpunkt für einen Kauf gut gewählt sein könnte. Als dritter begünstigender Faktor neben den gesunkenen Preisen und Zinsen kommt das hohe Angebot hinzu. Noch ist die Nachfrage verhalten, weshalb überdurchschnittlich viele interessante Objekte zu günstigen Preisen zu haben sind. Solche glücklichen Momente gibt es in diesem Bereich eher selten. Kaufinteressenten könnten sogar noch ein wenig über den Preis verhandeln. Wie lange das so bleibt, ist natürlich schwer abzusehen. Vieles hängt von der künftigen Zinspolitik der EZB ab. Die Erwartung an eine Zinssenkung der Europäischen Zentralbanker im Juni 2024 ist hoch. Dann würden die Bauzinsen mit einem zeitlichen Abstand von drei bis sechs Monaten nochmals sinken. Doch die Immobilienpreise könnten durchaus zwischenzeitlich wieder steigen. Damit wäre die Gesamtbelastung vielleicht höher oder jedenfalls nicht viel niedriger als jetzt.

Expertenrat

Wer in einer der genannten hochpreisigen Städte wohnt oder dorthin umziehen möchte, sollte die Gunst der Stunde nutzen. Wohnungen und Eigenheime werden voraussichtlich in naher bis mittlerer Zukunft nicht viel günstiger gehandelt. In mittleren Städten und auf dem Land lassen sich so hohe Ersparnisse nicht mehr feststellen. Hier muss mithin die Kaufentscheidung nicht überstürzt werden.

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