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Privater Immobilienverkauf: Die häufigsten Fehler von Eigentümern

Privater Immobilienverkauf
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Christoph Doering

Immobilienmakler

Letztes Update: 22. Dezember 2023

Lesedauer: 3 Minuten

Wer plant, seine Immobilie privat zum Verkauf aufzustellen, hat einige Dinge zu beachten. Gewisse Unsicherheiten sind bei den sogenannten Privatverkäufern völlig normal. Wird eine Immobilie als „von Privat“ inseriert, kann das auch zwielichtige Makler, Schnäppchenjäger und seltsame Interessenten anziehen, die denken, dass Sie den Markt als Privatverkäufer nicht gut genug kennen. Informieren Sie sich daher vor dem Verkauf gut über all die Fallstricke, die Sie umgehen sollten, um wie ein kompetenter Verkäufer aufzutreten, der weiß, was er tut. In diesem Artikel möchten wir Ihnen die fünf häufigsten Fehler von Eigentümern präsentieren, die bei einem privaten Immobilienverkauf gemacht werden können.

1. Fehler: Zu hoher Angebotspreis

Ist eine Immobilie schon lange im Angebot und lässt sich einfach nicht verkaufen, hängt dies meistens mit zu großen Differenzen zwischen Käufer und Verkäufer über die preislichen Vorstellungen zusammen. Momenten ist die Nachfrage nach Immobilien sehr hoch, die Mieten steigen und die Zinsen sind niedrig. Durch diese Faktoren können Verkäufer zurzeit hohe Immobilienpreise verlangen. Allerdings überschätzen sie sich dadurch auch manchmal. Bei zu hoch angelegten Preisen ziehen Käufer, die bereit wären, einen guten Preis zu zahlen, die Immobilie gar nicht erst in Betracht. Achten Sie deshalb auf ein faires Angebot.

2. Fehler: Schlechte Bilder der Immobilie

Jemand, der auf der Suche nach einem neuen Haus ist, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit zuallererst die Fotos sehen, die Sie als Anbieter von Ihrer Immobilie bereitgestellt haben. Aus diesem Grund sollten Sie sich bei der Aufmachung Ihrer Fotos nicht zurückhalten, um möglichst viele Interessenten anzulocken und Ihre Immobilie von der allerbesten Seite zu präsentieren. Unterbelichtete, schiefe Aufnahmen, die das Haus unvorteilhaft in Szene setzen, sind keine gute Werbung für Ihre Immobilie. Sie sollten, wenn möglich, auch darauf achten, die Bilder nicht bei Regen, Schnee oder generell trübem Wetter aufzunehmen. Es kann helfen, schon lange im Voraus gute Fotos im Sommer zu schießen, damit Sie diese beim Hausverkauf direkt parat haben und sich keine Gedanken um die richtige Wetterlage für Ihre Bilder mehr machen müssen.

3. Fehler: Nicht auf Besichtigungstermine vorbereiten

Wichtig ist auch, dass die zu verkaufende Immobilie nicht nur von außen, sondern auch von innen optimal hergerichtet wird, damit sie beim Besichtigungstermin eine attraktive Wirkung auf die Interessenten hat. Achten Sie auf saubere, gepflegte Räume, entfernen Sie zu private Gegenstände und sorgen Sie dafür, dass alle Zugänge frei sind. Achten Sie auf eine ruhige und gemütliche Atmosphäre und sorgen Sie vor allem bei Besichtigungsterminen am Abend für eine gute Lichtstimmung.

Wichtig für Besichtigungstermine ist außerdem, dass Sie alle wichtigen Informationen zum Objekt parat haben und die Fragen Ihrer Interessenten bestmöglich beantworten können, ohne erst ewig nach Dokumenten wühlen zu müssen. Legen Sie alle wichtigen Schriftstücke bereit, die den Interessenten die Eckdaten zu der Immobilie übermitteln und sie auch über zukünftige laufende Kosten sowie den Zustand des Grundstücks informieren.

4. Fehler: Mängel verschweigen

Natürlich möchten Verkäufern den Wert Ihrer Immobilie ungern verringern, allerdings sollten Sie bei der Beschreibung Ihrer Immobilie immer bei der Wahrheit bleiben und Ihre Interessenten auch über alle Mängel informieren. Dazu können eine zu erneuernde Elektrik, aber auch sehr störende Nachbarn gehören. Lassen Sie solche Informationen aus oder lügen Sie sogar über den Zustand Ihrer Immobilie, machen Sie sich als Verkäufer unglaubwürdig und gehen sogar das Risiko ein, sich einer eventuell gerichtlichen Auseinandersetzung nach Abschluss des Kaufvertrags gegenüberstellen zu müssen. Bleiben Sie deshalb ehrlich und transparent. Besonders schwere Mängel lassen sich auch vor dem Verkauf des Hauses beheben. Alternativ sollten Sie Ihren potenziellen Käufern entsprechend preislich entgegenkommen.

5. Fehler: Notartermin ohne Finanzierungsbestätigung

Wichtig für den Verkaufsprozess ist der Kaufvertrag. Um sicherzugehen, dass der Kaufpreis gilt und Sie Ihr Geld bekommen, sollten Sie sich vom Käufer eine Finanzierungsbestätigung seiner Bank aushändigen lassen. Darin muss verzeichnet sein, dass die Bank die Finanzierung der Immobilie übernimmt. Verwendet die Bank die Beschreibung, dass sie die Finanzierung „positiv begleiten“ möchte, gilt dies als unzureichend, weil die Formulierung zu schwammig ist. Auch wenn der Käufer keine Finanzierung benötigt, sollten Sie sich eine Bankbestätigung aushändigen lassen, aus der hervorgeht, dass der Kunde über das nötige Geld verfügt, um Ihren Verkaufspreis zu zahlen.

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